Photovoltaik

Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik bezeichnet den Prozess der direkten Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie durch Solarzellen. Die erste industrielle Nutzung von Photovoltaikanlagen begann 1958 mit der autarken Energieversorgung von Satelliten und Raumflugkörpern. Die Energiekrise und das Umweltbewusstsein in den 1970ern löste ein Umdenken aus und verhalf der Photovoltaiktechnik zum Durchbruch. Technische Fortschritte und Förderprogramme steigerten die Leistungsfähigkeit und machten sie weitläufig bekannt und bezahlbar.

Wie wird aus Licht Energie?

Die Umwandlung von Licht in Energie bezeichnet man als photovoltaischen Effekt. Dabei wird durch die elektromagnetische Strahlung der Sonne mittels der kurzwelligen, langwelligen und infraroten Wellenlängen, die Energie genutzt, um innerhalb der Solarzellen Photodioden voneinander zu trennen. Bei dieser Trennung entsteht Energie. Energie, die als Strom abgeleitet wird.

Wie funktioniert eine Solaranlage?

Die Energie, die durch den photovoltaischen Effekt mittels Sonnenstrahlen in den Solarzellen produziert wird, wird im Solarmodul zusammengeführt und kann sofort genutzt werden. Da die Stromnetze nur mit Wechselstrom arbeiten, muss der Gleichstrom aus der Solaranlage vorher mit einem Wecheslrichter in Wechselstrom umgewandelt werden. Sogenannte Inselanlagen (Satelliten, Parkscheinautomaten oder Taschenrechner), die autark arbeiten, benötigen keinen Wechselrichter und können den Gleichstrom sofort nutzen und mittels Akkus speichern.

Kann ich mit dem produzierten Strom mein Haus versorgen?

Die mögliche Stromproduktion durch eine Solaranlage hängt von der nutzbaren Dachfläche ab. Je größer die Dachfläche ist, umso mehr Strom kann produziert werden. Da die Produktion von Strom aus Sonnenenergie abhängig von Wetter und Tageszeit ist, kann eine reine Stromversorgung nur mit einer ausreichenden Dachgröße und Akkus, die den Strom speichern gewährleistet werden. Im Normalfall ist Ihr Haus zusätzlich noch an das normale Stromnetz angeschlossen und bezieht dort den Strom, wenn die Solaranlage keinen produziert.

Was passiert mit überschüssigem Strom?

Zur Mittagszeit und im Sommer ist die Stromproduktion am höchsten. Der dann überschüssig produzierte Strom wird mittels Wechselrichter direkt ins örtliche Stromnetz eingespeist. Dieser Vorgang passiert automatisch und wird anhand eines Stromzählers dokumentiert. Für jede eingespeiste kWh Strom erhalten Sie je nach Anlagengröße die garantierte Einspeisevergütung, die im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) festgeschrieben ist.

Ab wann rechnet sich eine Solaranlage?

Eine PV-Anlage rechnet sich je nach dem wie hoch Ihre Stromkosten sind. Durch eine Anlage kann man im Schnitt ein Drittel seines Strombedarfs selbst erzeugen und sofort selbst verbrauchen. Mit einem Stromspeicher kann man den Eigenverbrauch auf ca. 60% bis 80% erhöhen, da man somit auch nachts Solarenergie nutzen kann.

Was bedeutet dynamische 70%-Regelung?

Grundsätzlich müssen PV-Anlagen reduziert werden, wenn sie für den Eigenverbrauch genutzt werden. Dies ist gesetzlich so vorgegeben. Eine Möglichkeit der Reduzierung ist die dynamische 70%-Regelung. Hier dürfen maximal 70% der PV-Gesamtleitung ins Netz gleichzeitig eingespeist werden. Also bei beispielsweise 10,0 kW Wechselrichterleistung dürfen maximal 7000 Watt eingespeist werden. Hierbei ist zu beachten, dass vorher erst der Strombedarf im Haus gedeckt wird. Somit ist die Regulierung sehr gering und nur in den Sommermonaten spürbar, da dort bei maximaler Sonneneinstrahlung auch gleichzeitig wenig Strombedarf zu Hause ist.

Was ist ein Funkrundsteuerempfänger?

Dies ist eine weitere Form der Reduzierung der Einspeiseleitung. Der FRE ist die Alternative zur dynamischen 70% Regelung. Hier wird ein technisches Gerät vom Netzbetreiber eingebaut, das auch vom Netzbetreiber gesteuert werden. Somit können beispielsweise das Bayernwerk oder die zuständigen Stadtwerke auf Überspannungen im Netz reagieren, die Anlagen drosseln oder abschalten und damit die Netzstabilität sichern.

Wo muss ich meine PV-Anlage anmelden?

Grundsätzlich muss die PV-Anlage und gegebenenfalls der Stromspeicher beim Netzbetreiber angemeldet werden. Dies übernehmen wir allerdings selbstverständlich für Sie und ebenso unterstützen wir Sie bei der Anmeldung bei der Bundesnetzagentur und seit neuestem beim Marktstammdatenregister.

Stromspeicher

Was ist ein Stromspeicher und wie funktioniert dieser?

Es gibt verschiedene Ausführungen von Stromspeichern, die sich hauptsächlich im Speichermedium unterscheiden. Gab es früher noch vermehrt Bleiakkus, die ähnlich wie eine Autobatterie funktionieren, sind es heute nahezu nur noch Lithium-Ionen-Batterien. Alle diese Speicher sind im Prinzip so konzeptioniert, dass der tagsüber zu viel erzeugte Strom darin gespeichert wird und dieser dann in der Nacht an das Haus abgegeben wird.